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Bewegend: Bänke eingeweiht

Sechs Australier und ein Engländer reisten heute nach Rehborn, um acht gespendete Bänke der Erinnerung (siehe früheren Post) offiziell zu überreichen; ihre Vorfahren waren im August 1944 bei einem Flugzeugabsturz auf der Rehborner Wart ums Leben gekommen.

Gem 2017 Bänke der Erinnerung

Die Besucher trafen schon vormittags ein. Ortsbürgermeister Thomas Link und Ortschronist Rainer Thielen besuchten mit den Gästen Aussichtspunkte mit Blick auf die Wart und erzählten das, was in der Gemeinde über den Absturz bekannt ist.

Am Nachmittag traf man sich mit unerwartet vielen Rehbornern am Anfang des Naturlehrpfades, wo eine der gestifteten Bänke steht und Informationstafeln in englischer und deutscher Sprache an das Unglück erinnern. Nach einer kurzen Ansprache des Ortsbürgermeisters überreichte dieser drei Erinnerungstafeln aus Rehborner Eiche. Darauf angebracht sind Teile der Unglücksmaschine, die erst kürzlich bei Baggerarbeiten gefunden wurden. Sichtlich bewegt wurden die Erinnerungsstücke entgegen genommen. Zwei der Söhne der Soldaten hielten ebenfalls kurze Ansprachen des Dankes, dass ein Ort der Erinnerung geschaffen wurde.

Im Anschluss liefen Gäste und Besucher noch ein Stück die Wart hinauf und näher zur eigentlichen Absturzstelle.

Die Veranstaltung wurde live ins Internet zu weiteren Angehörigen in Prag und Australien übertragen.

Im Rahmen der Veranstaltung dankte Thomas Link auch Klaus Martin aus Sobernheim, der zur Erinnerung an den einstigen Rehborner Pfarrer August Kopp und dessen Stiftung einen Baum gespendet hatte. Auch hierzu hat der Ortsbürgermeister eine Informationstafel erstellt, die im Naturlehrpfad an einem Aussichtspunkt ihren Platz finden wird.

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